
Also wenn ihr euch mal die Prinzipskizze vom Orschinaltopp anseht, könnt ihr ja erkennen, welche Mühe sich die Kollegen in Amiland gegeben haben, ja nicht zuviel verbrannte Gase nach draußen zu lassen. Vor lauter hin- und herleiten sind die Moleküle so benommen, das sie kaum noch den Ausgang finden und sich ganz nebenbei auch noch so aneinander reiben, daß sich die Temperatur um zig Grad noch erhöht :-( (ist ja auch noch nicht heiß genug). Also, was brauchen wir?
Zuerst bauen wir den Auspuff ab, je nach handwerklichen Geschick kann dies in ein paar Minuten oder mehreren Stunden erledigt sein. Wenn wir dann noch genug Kraft und Muße haben wird im zweiten Schritt der Auspuff mittels einer guten Eisensäge neben den radial verlaufenden Schweißnähten aufgesägt. Kleiner Tipp von mir, fangt mit der krümmerseitigen Naht an, ihr habt dann schneller ein Erfolgserlebnis. Wenn ihr damit fertig seit, nehmt euch die auslaßseitge Naht vor. Im Gegensatz zur ersten Naht müßt ihr jetzt fiedeln was das Zeug hält, denn ihr trennt jetzt nicht nur die Hülle auf, sondern müßt auch noch das rausführende Rohr durchsägen. Geschafft? Dann nehmt euch jetzt ein Bier ;-) , entspannt euch und schaut euch die drei Einzelteile an. Das Krümmerteil sieht wenig spektakulär aus, dafür aber die dazugehörige Seite des Mittelteils. Schnell erkennt ihr die in der Skizze mit 1 gekennzeichnete Stelle, öffnet sie (ich hab den Stopfen einfach rausgebrannt). Auf der anderen Seite werdet ihr sehen, daß uns die Amis mal wieder beschissen haben. Die haben einfach nur auf das Rohr im Topf ein VA-Rohr raufgeschoben und verpopelt. Also, was machen wir, wir entfernen einfach das Stück, das sich noch auf diesem Rohr befindet (2 in Skizze). Da es sich durch das Aufsägen sowieso schon gelöst hat (war bei mir jedenfalls der Fall), reicht eine Zange. So, entspannt zurücklehnen, Bier Nummer Zwei öffnen und darüber nachsinnen, warum um alles in der Welt solche Sch... gebaut wird. So, Bier Nummer Zwei leer? Alle 3 Teile wieder säuberlich aneinanderreihen und den Schweißapparat scharf gemacht. Jetzt mit ruhiger Hand wieder neben den alten Nähten eine neue Naht gezogen (die Originalnaht ist sowieso so verstrahlt), so daß dem Schnittlauch die Sache nicht gleich ins Auge sticht. Wenn wir damit fertig sind können wir den Auspuff wieder anbauen und uns am neuen Sound erfreuen, oder wir machen mit dem ersparten Geld (HSA, V&H sind ja nicht gerade billig) eine Werkstattparty.
Das Gute bei unserem modifizierten Topf ist, das
er im Stand von der Lautstärke her noch recht zivil ist, es kann also
ruhig mal ein Schnittlauchbeet neben einem stehen, und rein äußerlich
ist es eben noch der Orschinaltopp. Beim TÜV Nord hab ich zur Speedweek
mal eine Messung vornehmen lassen, 99dB bei ca. 3200 U/min. Der Typ vom
TÜV meinte, da gibt's keinen Ärger. Weiterhin habe ich festgestellt,
daß die thermischen Probleme längst nicht mehr so groß
sind, wie mit der Originalanlage.